Unsere Philosophie

Frühförderung

Ein sechsjähriges Kind hat doppelt so viele Synapsen wie seine Eltern . Werden diese Schaltstellen im Gehirn nicht aktiviert, bilden sie sich zurück. Dem kann man entgegenwirken, indem Kinder ganz spielerisch Erfahrungen machen. Beispielsweise im Programmieren. Die Lernoberflächen sind an Alter, Entwicklungs- und Lernstand angepasst – für den Einstieg sind nicht einmal Lesekenntnisse nötig. Neugier und die Freude über viele kleine Erfolge motivieren, weiterzumachen. Für ältere Kinder oder Jugendliche können Lernoberflächen gewählt werden, die größere Herausforderungen bieten. So finden die jungen Menschen früh nicht nur einen selbstbestimmten Zugang zu Technologien und Naturwissenschaften sondern auch eine Begeisterung, die sie prägt.

Mädchen-Förderung

Unsere Trainerinnen, genauso wie unsere Vereinsgründerinnen, haben Vorbildfunktion, an der sich insbesondere Mädchen orientieren können. Dadurch sorgen sie dafür, dass sich Berührungsängste mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik erst gar nicht aufbauen. Es wird nämlich in der Schulpraxis beobachtet, dass Mädchen mit der Pubertät das Interesse für MINT verlieren. Für den Interessenverlust an MINT gibt es verschiedene Erklärungsansätze. Zwei wichtige hier sind einerseits, dass Mädchen häufig „ihre eigenen Fähigkeiten und Handlungsmöglichkeiten“ unterschätzen und andererseits ohnehin geringere „Ziele und Interessen“ in MINT als Jungen zeigen. Wenn sich junge Mädchen mit unseren Software-Entwicklerinnen, Kybernetik-Expertinnen, Naturwissenschaft- und Techniklehrerinnen oder IT-Studentinnen identifizieren, entstehen positive Entwicklungsimpulse. Auch Communities oder Kurse bzw. Workshops von weiblichen Trainern speziell für Mädchen sind möglich und inspirieren, stärken und prägen.

Regionalisierung

Warum sollten Kurse für digitale Bildung nur in den Metropolen Berlin, München oder Düsseldorf stattfinden? Wir glauben, dass Baden-Württemberg großes Potenzial hat – schließlich ist es das Bundesland der Tüftler und Denker! Interessierte Kinder und Jugendliche wohnen nicht nur in der Stuttgarter Region, sondern genauso auf der Schwäbischen Alb, am Bodensee oder im Schwarzwald. Deshalb möchten wir Kurse möglichst flächendeckend anbieten können. Wie du dabei helfen kannst, kannst du unter JETZT MITMACHEN herausfinden.

Startrampe

Wir verstehen uns als Startrampe. Unsere Kurse setzen positive Impulse und vermitteln erste digitale Kompetenzen. Dabei orientieren wir uns an internationalen Standards (ISTE und CSTA), die speziell für Computer Science Unterricht an Schulen ab Klasse 1 entwickelt wurden. Die jungen Menschen werden reicher an Erfahrungen und können mit Stolz auf ihre Fortschritte blicken. Vor allem aber wird Begeisterung für die kreativen digitalen Möglichkeiten geweckt, die in Eigeninitiative mündet. Deshalb benutzen wir offene Lernumgebungen, in denen die Kinder und Jugendlichen kostenfrei weiterlernen können. Ihren erwachten Forscher- und Entdeckungsdrang können sie also aus unseren Kursen heraus mit in ihre Alltagswelt nehmen. „Begeisterung beim Lernen schlägt alles“ , sagt Professor Martin Leitner, Präsident der Hochschule für angewandte Wissenschaft München im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin brand eins. „Wenn Menschen ihre eigenen Projekte und Ziele leben, dann werden sie ein gutes Leben haben. Dafür ist Bildung da.“

Forschergeist

Junge Menschen sind von Natur aus neugierig. Diesem Forscherdrang geben wir Raum, Zeit und viele spannende Anregungen. Wir fördern selbst entdeckendes Lernen, anstatt Kinder und Jugendliche mit Programmierunterricht zu beschulen. Bei uns basteln die Kids aus Lego-Bausteinen einen Roboter, tüfteln und experimentieren, um ihn zum Leben zu erwecken. Ihre Ziele können sie selbst festlegen und so ihren Interessen nachgehen und bereits erworbene Fähigkeiten ausbauen. Soll ihr Roboter Hockey spielen? Einen Tanz aufführen? Oder ein Labyrinth durchqueren, um etwas vom einen zum anderen Ende zu tragen? Die Faszination, die dabei entsteht, bringt nicht nur großen Spaß. Sie motiviert auch sehr, Fragen zu stellen. Wie funktioniert das? Wie kann ich ein Computerprogramm so schreiben, dass der Roboter macht, was ich will? Durch die intensive Auseinandersetzung entsteht ein Grundverständnis für technische und digitale Zusammenhänge. Wir begleiten die Kinder und Jugendlichen bei der Entwicklung ihrer Kompetenzen. Sie spüren, dass sie viel mehr können als nur ein technisches System bedienen. Statt zu konsumieren, lernen sie zu kreieren. Die jungen Menschen erfahren auf diese Weise, dass ihr eigenes Handeln Einfluss und Erfolg hat. Diese Erfahrung von Selbstwirksamkeit, also die Überzeugung, dass „auch schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft erfolgreich bewältig[t]“ werden können, macht stark und glücklich.



Programmieren

Muss nun jeder perfekt programmieren können? Nein. Code ist wirklich nicht alles. Wir – und die Europäische Kommission – sind jedoch überzeugt, dass jeder Mensch wenigstens digitale Grundlagen beherrschen sollte, um zu leben, zu arbeiten und zu lernen und überhaupt an der modernen Gesellschaft teilzuhaben. Wer in Zukunft über keine digitalen Grundkompetenzen verfügt, wäre bald ausgeschlossen. Deshalb wollen wir schon früh Kinder und Jugendlichen helfen, Kompetenzen zu erwerben und dabei das Lernen zu lernen und die „Fähigkeiten zu schärfen, mit Neuem unverkrampft und ohne Vorurteile umzugehen“ .